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Geschichte Grundlagen und Methode Praktische therapeutische und diagnostische Anwendung Klinische Humanstudien mit Bioresonanzgeräten Kontrollierte Tier- und Pflanzenstudien mit der Bioresonanzmethode Die „Endler-Gruppe“ Die „Benveniste-Gruppe“ Die „Lednyiczky-Gruppe“ Eigene Forschungsbeiträge und geplante Forschung Literatur BioresonanzmethodeRubrik Bioresonanzmethode (klassisch)
Geschichte
Das Bioresonanzverfahren wurde in den Siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts von dem naturheilkundlich orientierten Arzt Franz Morell und dem Elektronikingenieur Erich Rasche aus dem Medikamententest der Elektroakupunktur nach Voll entwickelt. Von den Erfindern wurde es nach den beiden Anfangsbuchstaben ihrer Nachnahmen MORA-Therapie genannt.
Mit einem Sender für elektromagnetische Schwingungen, der in leitendem Kontakt mit homöopatischen Arzneimitteln verbunden war, und einem Empfängersystem, das mit dem Elektroakupunkturmesskreis verbunden war, erreichten Morell und Rasche die gleichen elektrischen Hautleitwertveränderungen an Akupunkturpunkten, als seien die Originalarzneien im Messkreis. Sie postulierten daraufhin, dass Medikamenteninformationen durch schwache niederfrequente elektromagnetische Schwingungen im 1 Hz bis 106 Hz-Bereich gekennzeichnet sind und dass konsequenterweise – aufgrund der physiologischen Wirkungen (Resonanzen) an den Akupunkturpunkten – solche schwachen elektromagnetischen Schwingungen Teil des Informationsübertragungssystems im Menschen sind (Morell und rasche 1976, Morell 1978, Morell 1987). Es werden also aufgrund der Art und Weise der Untersuchungen und aufgrund der festgestellten biologischen Wirkungen an der Ganzheit Mensch schwache, kohärente elektromagnetische Schwingungen als Informationsträger postuliert. Sie sind allerdings nicht explizit messbar. Bei einem Mensch-Geräte-Kontakt wird ein elektromagnetisches Rauschen deutlich über dem elektronischen Geräterauschen gemessen. Dieses aktive elektromagnetische Rauschen des Menschen scheint in noch unbekannter Weise die Informationsübertragungsbasis zu sein. Um ein erstes vorläufiges theoretisches Verständnis dieser Phänomenologie zu erhalten, hat Galle (2002 und 2005) Erklärungskonzepte der Biophotonentheorie auf die bei der Bioresonanztherapie relevanten niederfrequenten elektromagnetischen Schwingungen angewandt.
Die therapeutische Nutzung dieser Erkenntnisse führte zur Entwicklung der MORA-Bioresonanztherapie. Bei dieser Methode werden die postulierten elektromagnetischen Schwingungen über flächige Elektroden von bestimmten Hautarealen des Menschen abgenommen. Nach optischer Entkopplung werden sie im Gerät phasenkonstant invertiert (gespiegelt) und als therapeutischer Input an den Menschen zurückgegeben. Dies geschieht wahlweise im gesamten Frequenzdurchlassbereich (1Hz – 200000Hz) oder mit ganz bestimmten Frequenzdurchlassbereichen (Morell 1987, Herrmann 1998, Galle 2002). Die erkenntnismethodische Vorgehensweise von Morell und Rasche war typisch für die Erfahrungsheilkunde. Die Methode wurde durch Input-Output-Untersuchungen an der Ganzheit (black box) Mensch entwickelt. Über die physikalischen und physiologischen Wechselwirkungen existieren bisher nur relativ hypothetische Erklärungsmodelle. Um die reproduzierbare Wirkung einer heilkundlichen Methode zu prüfen, benötigt man allerdings keine reduktionistisch-materialistischen Erklärungskonzepte. Theoretische Erklärung ist Anspruch, nicht notwendiges Kriterium der Naturwissenschaftlichkeit. Historisch interessant ist, dass zur gleichen Zeit Fritz-Albert Popp und Bernd Ruth die Biophotonen entdeckten (Popp 1979, Ruth 1979, Bischof 1995). Das sind schwache kohärente elektromagnetische Schwingungen im 1014 Hz-Bereich, die von lebenden Systemen emittiert werden und denen nach den Theorien von Popp und seinen Mitarbeitern grundlegende Funktionen bei der Regulation in lebenden Systemen zugeschrieben werden.
Seit 30 Jahren wird die MORA-Bioresonanztherapie von naturheilkundlich orientierten Praktikern weltweit erfolgreich angewendet. Es liegen zahlreiche positive Einzelfalldokumentationen zu den verschiedensten Indikationsbereichen vor, u.a. für Allergien und Unverträglichkeiten, funktionelle Erkrankungen, psychosomatische Erkrankungen und rheumatischer Formenkreis (z.B. Morell 1987, Herrmann 1995). Vor allem in den letzten 10 Jahren wurden Wissenschaftler auf Morell`s Thesen und Praktiken aufmerksam. Mehrere Arbeitsgruppen führten klinische Humanstudien und Pflanzen- und Tierstudien zur Überprüfung der Bioresonanzmethode durch (siehe Abschnitt: „Humanstudien“ und „Tier- und Pflanzenstudien“).
Das BICOM-Gerät, das IMEDIS-Gerät und viele andere nach dieser Methode arbeitende Bioresonanzgeräte sind Nachbauten des von Morell und Rasche entwickelten MORA-III-Gerätes.
Mit einem Bioresonanzgerät, wie zum Beispiel dem MORA-Bioresonanzgerät, ist eine
endogene und exogene Bioresonanztherapie und
Beim grundlegenden Therapieprinzip der endogenen Bioresonanztherapie ist der Patient über flächige Hand- und Fußelektroden mit dem Bioresonanzgerät verbunden. Über diese flächigen Elektroden werden die schwachen, elektromagnetischen, körpereigenen Schwingungen in das Gerät übertragen, gespiegelt (elektronische phasenkonstante Invertierung, Ai-Modus) und je nach Therapieeinstellung der gesamte Frequenzbereich oder Teilfrequenzbereiche an den Menschen zurückgegeben und mit den körpereigenen Schwingungen überlagert. Verschiedene spezielle Therapiestrategien, z.B. mit „harmonischen“ und „disharmonischen Schwingungen“ oder lokalen Elektroden direkt am Ort der Krankheit, ergänzen das grundlegende Therapieprinzip. Die physiologischen Auswirkungen sind relativ schnell mit der Elektroakupunktur an den Akupunkturpunkten messbar.
Als grundlegendes Wirkprinzip der Bioresonanztherapie auf einer physikalischen Ebene vermuten wir die destruktive Interferenz („auslöschende“ Überlagerung) „starrer“, isolierter Schwingungen („pathologischer Schwingungen“) mit sich selber. Sie scheinen auf diese Weise unter Mitwirkung von Selbstregulationsvorgängen wieder in den flexibel-dynamischen Schwingungsverbund des Menschen integriert zu werden. Mit den „starren“ Schwingungen korrelierte physiologische Blockaden lösen sich dann nachfolgend auf (Galle 2002). Die „pathologischen Schwingungen“ sind nach diesen Hypothesen das Korrelat der Krankheit auf einer elektromagnetischen Ebene. Informativer Katalysator deshalb, weil durch solche schwachen Wechselwirkungen nur potenziell vorhandene physiologische und/oder biochemische Regulationsprogramme, die sich schon in einer labilen Anfangssituation (Ungleichgewichtszustände, Sensibilitätspunkte, Schwebepunkte) befinden, angestoßen werden können. Die notwendige Energie zur Programmdurchführung muss das lebende System selbst bereitstellen. Sie ist nicht mit dem Energiegehalt der übertragenen Information gekoppelt. Die Bioresonanz-Therapie fördert „nur“ die individuellen Selbstheilungspotenzen. Sie unterstützt die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten, ohne sie einem künstlichen äußeren Zwang auszusetzen, wie z.B. viele hochwirksame Arzneimittel (z.B. Kortikosteroide). Nebenwirkungen sind nur die Folge einer solchen künstlichen äußeren, in diesem Fall biochemischen „Zwangsjacke“. Bei der Anwendung der Bioresonanzmethode gibt es daher auch keine Berichte über auftretende Nebenwirkungen.
Bei der exogenen Bioresonanztherapie im engeren Sinn werden schwache, elektromagnetische Schwingungen von außen dem körpereigenen Schwingungsfeld überlagert oder mitgeteilt und therapeutisch und diagnostisch genutzt.
Diese äußeren Schwingungen
werden generiert von:
Teil des exogenen
Bioresonanztherapie im weiteren Sinn sind auch die Anwendungen von:
Die Schumannwellen sind schwache, niederfrequente atmosphärische elektromagnetische Wellen im 10 Hz-Bereich, die z.B. durch Gewitteraktivitäten entstehen. Sie sind ein elementarer Zeitgeber (Taktgeber) für die inneren biologischen Rhythmen und Schwingungen des Menschen. Bei der Mikromagnetfeldtherapie werden die natürlichen Schumannwellen künstlich nachgeahmt und den Menschen über kleine Sender oder Handelektroden mitgeteilt, um die inneren biologischen Rhythmen besser zu synchronisieren. Zum Teil aufgrund des Erfahrungswissen und zum Teil aufgrund des wissenschaftlichen Wissens wird die Therapie bei vegetativ bedingten Befindlichkeitsstörungen eingesetzt (z.B. Wetterfühligkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Leistungsminderung, Jetlag, migräneartige Kopfschmerzen). In einem Sonderdruck von Galle (1999) werden eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten zu diesem Themenkreis diskutiert.
Als grundlegendes physikalisches Wirkprinzip der exogenen Bioresonanztherapie im engeren Sinne postulieren wir nach dem Vorschlag von J. Strube, dass Substanzen im Erdmagnetfeld und angeregt durch das elektromagnetische Umgebungsrauschen substanzspezifische elektro-magnetische Schwingungen, wie unmittelbare Kernspinresonanzen und Spin-Spin-Kopplungen aussenden. So wird ein extrem energiearmes elektromagnetisches Strukturabbild (EMSA) im Außenraum der Substanzen unterhalb der thermischen Rauschgrenze erzeugt. Dieses EMSA ist der substanzspezifische Informationsträger, der mit den körpereigenen Schwingungen in Verbindung tritt. Die hohe Sensitivität lebender Systeme und damit auch des Menschen macht einen solchen Informationstransfer möglich. (Galle 2002)
Als grundlegendes physiologisches Wirkprinzip dieser schwachen elektromagnetischen Wechselwirkungen postulieren wir auch in diesem Fall den oben beschriebenen informativen Katalysatoreffekt. Als Analogie dieses Wirkprinzips könnte man folgendes Bild von J. Strube verwenden: Eine Lokomotive kommt an eine Weiche. Die Weichenstellung entscheidet darüber, ob der Zug nach Hamburg, Berlin oder Mailand fährt. Der informative Katalysator ist analog der Weichenstellung, die darüber entscheidet, wo der Zug (analog dem physiologischen Programm) aus eigener Kraft hin fährt. (Galle 2002)
Praktische therapeutische und diagnostische Anwendung
Die naturheilkundlich orientierten Praktiker in aller Welt, die mit der Bioresonanzmethode arbeiten, wenden die Methode nach dem Erfahrungswissen der letzen 30 Jahre an.
Erfahrungsgemäß zeigen sich die besten Therapieerfolge bei:
Klinische Humanstudien mit Bioresonanzgeräten
Vor allem in den letzten Jahren sind eine Reihe von kontrollierten Humanstudien zur Bioresonanztherapie durchgeführt worden, die die Wirksamkeit der Methode auch durch diese Form der empirischen Prüfung belegen. In dem Anhang sind die uns bekannten Studien nach Indikation, Autor, Titel, Zeitschrift und Durchführungsweise (Studientyp) übersichtlich zusammengestellt. Der größte Teil dieser Studien werden nachfolgend ergebnisorientiert zusammenfassend diskutiert. Eine umfassende Beurteilung der Studien soll und kann diese verkürzte Diskussion nicht leisten. Dazu empfehle ich das eingehende Studium der entsprechenden Publikationen.
Schumacher (1998) führte 1990 und 1991 zwei prospektive, unkontrollierte Studien zu dem Indikationsbereich Allergien und Unverträglichkeiten durch. Die Studie von 1990 untersuchte vor allem die Wirkung der Bioresonanztherapie auf allergische Hauterkrankungen (z.B. Neurodermitis) und inhalationsallergische Erkrankungen (z.B. Asthma bronchiale) bei Karenz des Allergens. Pollinosepatienten wurden ausgeschlossen. Nach Schumacher haben 83% der Patienten 5 Monate nach Beendigung der Therapieserie das Allergen reaktionslos vertragen und bei 11% hat sich die Allergie deutlich gebessert. Die Teilnehmer der Studie waren v.a. Kinder und Jugendliche. Die Studie von 1991 untersuchte ausschließlich bei Pollinosepatienten (v.a. Kinder) die Auswirkungen der Bioresonanztherapie. Die Behandlungen wurden in der allergenfreien Zeit durchgeführt. Nach der ersten Pollensaison im Anschluss an die Bioresonanzbehandlung zeigten nach Schumacher 43.4% der Patienten keinerlei Pollinosesymptome mehr, 15.9% hatten lediglich geringe Restsymptome an einzelnen Tagen und bei 34.5% waren die Beschwerden besser, aber es bestanden noch deutliche Restsymptome. Nach Schumacher ist ein dauerhafter Therapieerfolg nur bei Beschränkung auf ein einziges Allergen pro Bioresonanzbehandlung möglich. In beiden Studien wurden über keine Nebenwirkungen und Komplikationen durch die Bioresonanztherapie berichtet.
Die Schumacher-Studien bestätigten die positiven Einzelfallbeschreibungen bei Allergiepatienten von Morell und vielen anderen, verursachten allerdings heftige Kritik bei österreichischen Ärzten, da die Ergebnisse unglaublich positiv waren und die Studien nicht mit einer vergleichenden Kontrollgruppe durchgeführt wurden. Sie entsprachen nicht den Anforderungen einer „evidence based medicine“.
Daraufhin wurden von österreichischen Ärzten zwei kontrollierte Studien durchgeführt (Kofler et al. 1996, Schöni et al. 1997), um die Ergebnisse von Schumacher zu überprüfen. Die Studie von Kofler et al. mit Pollinosepatienten zeigte ein widersprüchliches Ergebnis. Nach den subjektiven Angaben der Patienten verbesserte sich das Befinden bei 52.3% der Teilnehmer. Diese Ergebnisse stimmen mit denen von Schumacher also weitgehend überein. Bei den objektiven Daten, wie z.B. der nasalen Provokation, zeigte sich allerdings nach Kofler et al. keine Verbesserung durch die Bioresonanztherapie. Für die Auflösung dieses Widerspruchs sei auf Galle (2002) verwiesen. Danach ist das methodische Vorgehen in der Kofler-Studie, u.a. die Verwendung des klassischen Allergiekonzeptes als Maßstab des Bioresonanzallergiekonzeptes, nicht sinnvoll. Kofler et al. berichten über keine Nebenwirkungen. Schöni et al. dokumentierten bei Neurodermitiskindern bei zwei der drei wichtigsten Zielkenngrößen (Total-Costa-score und Pruritus-score) in der Bioresonanztherapiegruppe eine zwei- bis dreifach stärkere mittlere Verbesserung als in der Kontrollgruppe. Es wird also eine deutliche mittlere Verbesserung durch die Bioresonanztherapie im Vergleich zur Placebogruppe bewirkt. Allerdings sind diese Unterschiede nach Schöni et al. nicht auf dem 5%-Irr-tumswahrscheinlichkeitsniveau signifikant. Meines Erachtens verschleiern Schöni et al. durch eine nicht adäquate statistische Auswertung die Wirksamkeit der Bioresonanzmethode. Ein Beispiel: Wenn man die Vorher-Nachher-Mittelwerte des Total Costa-scores mit einem t-Test auf signifikante Unterschiede prüft, dann ist die Veränderung durch die Bioresonanztherapie signifikant, allerdings die durch die Placebotherapie nicht. In beiden Untersuchungen wird über keine Nebenwirkungen berichtet.
Die positiven Ergebnisse von Schumacher wurden allerdings von Chervinskaya et al. (1997) bestätigt, die eine umfangreiche kontrollierte Untersuchung über die Wirkung der Bioresonanzmethode bei allergischen und respiratorischen Erkrankungen durchführten. Durch eine komplexe Effektivitätsbewertung vor und nach der Bioresonanztherapie, mit einer ganzen Reihe von subjektiven und objektiven Befunden, kamen sie zu dem Ergebnis, dass der Effektivitätsgrad der Bioresonanztherapie bei 25% der Patienten sehr gut ist, bei 42% gut und bei 21% befriedigend. Dieses Ergebnis ist deutlich besser als das bei der Kontrollgruppe. Auch diese Autoren berichten über keine Nebenwirkungen der Bioresonanztherapie.
In zwei neueren unkontrollierten klinischen Studien konnten Cheng et al. die Wirksamkeit der Bioresonanztherapie (Cheng et al. 2008) und der Therapie mit elektronisch abgespeicherten homöopatischen Medikamenten (Cheng et al. 2008) bei Allergien bestätigen. Die letztere Studie bestätigt die Schuller-Galle-Studie (s.u) und damit die klinische Wirksamkeit elektronisch abgespeicherter bioaktiver Substanzen.
In den Jahren 2004 und 2005 wurden von chinesischen Ärzten eine Reihe von klinischen Studien zum allergischen Formenkreis mit der Bioresonanzmethode publiziert, die an Krankenhäusern und Universitätskliniken durchgeführt wurden. Die kontrollierten Studien von Huang et al. (2005) und Yang und Zhang (2004) mit Kindern belegen signifikant und deutlich gegenüber Vergleichsgruppen die Wirksamkeit der Bioresonanztherapie bei allergischem Nasenkatarrh und Bronchialasthma. Die unkontrollierten Studien von Xu et al. (2005), Feng et al. (2005), Zhang et al. (2005) und Du et al. (2005) dokumentieren deutliche Wirksamkeitshinweise v.a. bei Urtikaria, Bronchialasthma, Nasenkatarrh und Hautekzemen Diese Studien bestätigen die positiven Studien zum allergischen Formenkreis, die in Europa durchgeführt wurden.
Eine Reihe von russischen Studien untersuchte die Wirkung der Bioresonanzmethode beim Rheumatischen Formenkreis. Maiko und Gogoleva (2000) führten eine kontrollierte Studie zur Wirksamkeit der Bioresonanztherapie bei Arthrose (v.a. Gonarthrose) durch. Die Bioresonanzbehandlung verbessert gemäß ihrer klinischen Bewertung (komplexe Kenngröße ermittelt aus Gelenksschmerz, Gelenksfunktion, Blutanalyse, Wohlbefinden und Arbeitsfähigkeit) den therapeutischen Erfolg gegenüber der rein traditionellen Behandlung deutlich und signifikant von 57.5% auf 94.0% der Versuchspersonen. In Bezug auf die Arthrosonographie verbessert die Bioresonanzbehandlung den Therapieerfolg (Verminderung von Synovitis und Tendinitis) gegenüber der rein traditionellen Behandlung deutlich und signifikant von 32.5% auf 75.0% der Versuchspersonen. Die therapeutische Wirkung in der Gruppe mit der Bioresonanzbehandlung ist deutlich länger und nachhaltiger. Die Bioresonanztherapie ist nach den Autoren gut verträglich und hat keine Nebenwirkungen.
Gogoleva (2001) prüfte die Bioresonanztherapie bei Fibromyalgiepatienten. Sie verglich eine Gruppe mit manueller Therapie mit einer Gruppe in der manuelle Therapie und Bioresonanztherapie durchgeführt wurde. In beiden Gruppen gab es eine deutliche und signifikante therapeutische Wirkung. In der Bioresonanzgruppe war die therapeutische Wirkung allerdings häufiger, bedeutend früher, ausgeprägter und länger anhaltend bei allen aufgenommenen Kenngrößen. Der Muskelsyndromindex (komplexe Kenngröße der Muskelschmerzhaftigkeit) verbesserte sich in der Kontrollgruppe um 37% und in der Bioresonanzgruppe um 72.4%. Auch Begleitsyndrome der Fibromyalgie, wie z.B. Schlafrhythmusstörungen und Wetterfühligkeit, verbesserten sich gegenüber der Kontrollgruppe deutlich und signifikant.
Zwei kontrollierte russische Studien (Islamov et al. 1998 und 2002) dokumentieren Veränderungen der zellulären Biochemie durch die Bioresonanztherapie bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis. Die Synthese von Hitzeschockproteinen (Stressproteine) ist bei Patienten mit rheumatoider Arthritis vermindert. Ähnliche Verminderungen der Proteinsynthese sind typisch für alle Lymphozytenproteine. Dies weist darauf hin, dass die verminderte Hitzeschockproteinsynthese während der rheumatoiden Arthritis unspezifisch ist und eine generelle Dysfunktion der Immunkompetenten Zellen, begleitet von Störungen unspezifischer Schutzmechanismen gegenüber schädigenden Faktoren, wie z.B. Hypoxie, Immunkomplexe, etc., widerspiegelt. Die Bioresonanztherapie normalisiert die 60% verminderte Hitzeschockproteinsynthese der Lymphozyten bei rheumatoiden Arthritispatienten. Islamov et al. 1998 vermuten, dass der therapeutische Effekt der Bioresonanztherapie bei der rheumatoiden Arthritis durch die Wiedererlangung der funktionellen Lymphozytenaktivität in Bezug auf die Normalisierung der Hitzeschockproteinsynthese bewirkt wird. Von Islamov et al. 2002 wurden die Aktivitäten der Superoxiddismutase, der Katalase, der Glutathion-Peroxidase und der Gehalt an nichtproteinhaltigen Thiolgruppen (reduziertes Glutathion) in Blutlymphozyten von Patienten mit rheumatoider Arthritis vor und nach der Bioresonanztherapie gemessen. Der Zustand des Antioxidativen Systems in Lymphozyten von Patienten mit normaler Pharmakotherapie (Diclofenac, Prednisolon, etc.) war gekennzeichnet durch Aktivierung der antioxidativen Schlüsselenzyme und einem verminderten Gehalt an Thiolgruppen. Die Bioresonanztherapie erhöhte den Gehalt an reduziertem Gluta-thion und normalisierte die Aktivitäten der Superoxiddismutase und der Glutathionperoxidase. Die Katalaseaktivität blieb unverändert. Diese Veränderungen im Antioxidativen System der Lymphozyten weisen darauf hin, dass die Bioresonanztherapie unspezifische biochemische Schutzmechanismen in Patienten mit rheumatoider Arthritis aktiviert.
Beide Publikationen von Islamov et al. betonen, dass der physikalisch-biochemische Wirkmechanismus der Bioresonanztherapie unklar ist. Die biochemische Nichtspezifität des Bioresonanzeffektes ist ein wichtiges Ergebnis dieser beiden Untersuchungen. Es werden biochemisch unspezifische Schutzmechanismen in den Zellen aktiviert. Der physikalische Wirkmechanismus und dessen Auswirkungen auf die bio-chemische Ebene ist experimentell nicht darstellbar. Wir sind theoretisch zurzeit noch auf Hypothesen angewiesen. Die beobachtete unspezifische biochemische Wirkung der Bioresonanztherapie passt allerdings zu einem möglichen physikalisch-biochemischen Wirkmodell (in Vorbereitung zur Publikation): Wir vermuten, dass solche superschwachen elektromagnetischen Wechselwirkungen – wenigstens zum Teil – über sogenannte entropische Kräfte auf die Biochemie der Zelle wirken. Die elektromagnetischen Informationen verändern die entropische Situation in der Zelle und aktivieren damit unspezifisch, in Bezug auf die elektromagnetischen Informationen, biochemische Selbstregulationsprogramme.
Nienhaus und Galle (2006) untersuchten in einer kontrollierten Studie die Wirkung der Bioresonanztherapie auf funktionelle Magen-Darm-Beschwerden. Die Bioresonanztherapie bewirkte einen deutlichen und signifikanten Effekt im Vergleich zu der Placebogruppe auf die subjektiven Beschwerden, die körperlichen Untersuchungsbefunde, den Gemütszustand und die Leitwert-Sektorenmessung. Der Score-Mittelwert der zusammengefassten primären Zielkenngrößen (subjektive Beschwerden, körperliche Untersuchungsbefunde) verbesserte sich in der Bioresonanzgruppe um 48.2% und in der Placebogruppe lediglich um 3.8%. Die Ergebnisse bestätigen eine von Nienhaus (1999) publizierte unkontrollierte Praxisstudie über psychosomatische Erkrankungen. Die Autoren berichten über keine Nebenwirkungen.
Die kontrollierte Studie von Saweljew et al. (2001) untersuchte die Wirkung der Bioresonanztherapie auf Kinder und Jugendliche mit allergischem Asthma bronchiale. Nach den Angaben der Autoren reduziert die Bioresonanztherapie bedeutend die Anzahl, die Dauer und die Schwere der Anfälle sowie auch die Tagesdosis von Bronchodilatatoren und Kortikosteroiden im Vergleich zur Kontrollgruppe. Nach den Ergebnissen der funktionellen Untersuchungsmethoden haben sich die Kenngrößen der bronchialen Durchgängigkeit signifikant verbessert. Weiterhin wurde eine Reduzierung der Histaminempfindlichkeit der Bronchien, eine Reduzierung des Bronchospasmus nach einer Belastung und eine Erhöhung der allgemeinen physischen Arbeitsfähigkeit dokumentiert. Die Bioresonanztherapie hatte keine negativen Auswirkungen auf die Kinder und die Jugendlichen nach den Angaben der Autoren.
Trofimow et al. (1997) führten mit der Bioresonanztherapie eine kontrollierte Studie bei Patienten mit obstruktiven Erkrankungen der Atmungsorgane durch. Zielkenngröße war eine komplexe Effektivitätsbewertung vor und nach der Therapiedurchführung mit subjektiven und objektiven Befunden. Nach den Autoren wurden im Vergleich zur Kontrollgruppe in der Bioresonanzgruppe positivere, vollwertigere und nachhaltigere Resultate unterschiedlichsten Gra-des bei der Mehrheit der Patienten erreicht. Im Vergleich zur Kontrollgruppe wurde das Erreichen positiver Therapieresultate in einer kürzeren Zeitperiode erreicht und die Dosis der verwendeten Medikamente deutlich reduziert.
Machowinski und Kreisl (1999) führten mit der Bioresonanztherapie eine kontrollierte Studie bei Patienten mit einer leichten chronischen Lebererkrankung durch. Zielkenngrößen waren die Enzymaktivitäten der GOT, der GPT und der Gamma-GT im Blut. Die Autoren dokumentierten, dass die Bioresonanztherapie in der Lage ist bei leichten Leberschäden die Rekonstitution geschädigter Zellen zu bewirken. Durch die Bioresonanzbehandlung fiel die mittlere Enzymaktivität der GOT in 12 Wochen um 42% (unbehandelte Kontrolle: -4%), der GPT um 50% (unbehandelte Kontrolle: -5%) und der Gamma-GT um 38% (unbehandelte Kontrolle: -7%). Sie lagen damit nach der Therapie an der oberen Grenze des Normwertbereiches.
Papcz und Barpvic (1999) führten bei am Überlastungssyndrom, mit der Folge gehäufter Verletzungen, leidender Hochleistungssportler eine kontrollierte Studie durch. In kürzerer Zeit und mit weniger Therapieeinheiten konnten in der Gruppe mit der Bioresonanztherapie bessere Ergebnisse erzielt werden als mit den üblichen Standardmethoden in der Kontrollgruppe. In der Kontrollgruppe verminderte sich die durchschnittliche Schmerzstärke von 5.25 Score-Punkte vor der Therapie auf 2.60 Punkte nach der Durchführung der Therapie, in der Bioresonanzgruppe von 5.41 Punkte vor der Therapie auf 0.61 Punkte nach der Therapiedurchführung.
Die vergleichende Studie von Wille (1999) zeigt, dass die Bioresonanztherapie bei stotternden Kindern unter den gegebenen Randbedingungen keine Wirkung hat. Wille betont allerdings als weiteres wichtiges Ergebnis der Studie, „ ..., dass sich das Phänomen des Stotterns für die Überprüfung einer alternativ-medizinischen Methode nicht eignet, ...“. Wichtig ist, dass auch in einer solchen Studie nicht über Nebenwirkungen berichtet wird.
Eine 2006 durchgeführte Untersuchung bei der ausschließlich die Wirkung elektronisch abgespeicherter Nosoden im Rahmen der exogenen Bioresonanztherapie bei Rheumapatienten geprüft wurde, hatte ein positives Ergebnis (Schuller und Galle 2007). Es war weltweit die erste Untersuchung in der ausschließlich die exogene Bioresonanztherapie am Menschen geprüft wurde. Durch die Therapie mit solchen elektronisch abgespeicherten Nosoden wurde der Mittelwert der elektrischen Hautleitwerte der 40 terminalen Akupunkturpunkte von Rheumapatienten, die subjektive Befindlichkeit, die Blutsenkungsgeschwindigkeit und der Serumkalziumwert signifikant und deutlich verbessert. Der Redoxpotentialwert des Blutes verbesserte sich leicht und signifikant. Die Anzahl der Blutzellen, das Serumcholesterin und das Blutmagnesium änderten sich nicht signifikant. Korenbaum et al. (2006) konnten in einer randomisierten Doppelblindstudie zeigen, dass sich die Absorptionsspektren von elektronischen Kopien homöopathischer Nosoden und Placebos zwischen 700 und 800 nm signifikant voneinander unterscheiden. Die Durchführungsweise entspricht im Wesentlichen der Bioresonanzmethode zur elektronischen Abspeicherung bioaktiver Substanzinformationen auf Wasser-Alkoholgemische.
Bei Patienten mit chronischen funktionellen Schmerzen am Bewegungssystem führte Uellendahl (2008) eine retrospektive, unkontrollierte Praxisstudie vergleichend an Sportlern und Nichtsportlern mit der MORA-Color-Therapie durch. Die MORA-Color-Therapie ist eine Kombination aus endogener Bioresonanztherapie und Farbtherapie. In der Sportlergruppe verbesserte sich die subjektive Schmerzstärke signifikant bei 96% der Patienten und in der Nicht-Sportlergruppe signifikant bei 66% der Patienten. Der Unterschied in der therapeutischen Wirkung zwischen Sportler und nicht Sportler ist signifikant. In dem Bericht wurden keine Nebenwirkungen erwähnt.
Eine retrolektive, longitudinale Kohortenstudie mit der Bioresonanzmethode an 561 Patientenfällen wurde von Rahlfs und Rozehnal (2008) publiziert. Zur Prüfung der klinischen Wirksamkeit wurden Erfahrungen von Therapeuten bei 14 Indikationsgebieten erhoben. Ärzte und Heilpraktiker beschrieben auf einem standardisierten Prüfbogen Fälle, die sie mit der Bioresonanzmethode behandelt haben. Die Wirksamkeit der Methode wurde bei allen Indikationen in 92.4% der Fälle mit befriedigend bis sehr gut bewertet. Die Verträglichkeit wurde in 94.7% der Fälle mit gut oder sehr gut bewertet. Die Indikationsgebiete waren akute und chronische Infektionserkrankungen, Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Tumorerkrankungen, gastroenterologische Erkrankungen, Leberparenchymschäden, Nierenerkrankungen, degenerative Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, Endokrinologische Erkrankungen, Verletzungen und Verletzungsfolgen, Schmerzen, Menstruationsbeschwerden, Zahnerkrankungen.
Anhang
Die folgenden Übersichten fassen alle uns bekannten klinischen Humanstudien mit der klassischen Bioresonanztherapie zusammen. Die Studien wurden mit dem MORA III-Gerät, MORA Super-Gerät oder Nachbauten des MORA III-Gerätes, wie das BICOM-Gerät und das IMEDIS-Gerät, durchgeführt.
Kontrollierte Tier- und Pflanzenstudien mit der Bioresonanzmethode
Eine ganze Reihe internationaler Wissenschaftler haben Untersuchungen mit der Bio-resonanzmethode an Tier- und Pflanzenversuchsmodellen durchgeführt. An dieser Stelle sollen v.a. die Ergebnisse der drei größten Arbeitsgruppen zusammenfassend vorgestellt werden. In Galle 2002 sind die Ergebnisse einiger wichtiger Untersuchungen übersichtlich dargestellt.
Die „Endler-Gruppe“
Endler, vom österreichischen Ludwig-Boltzmann-Institut, hat gegen Ende der Achtziger Jahre eine Gruppe internationaler Wissenschaftler um sich versammelt, um die Hochpotenzhomöopathie und die Bioresonanz mit einem Kaulquappenmodell zu überprüfen. Es wurden eine Reihe offener und blinder Untersuchungen zur Bioresonanz in verschiedenen Labors und von verschiedenen Wissenschaftlern (Mediziner, Biologen, Physiker) mit dem Kaulquappenmodell durchgeführt. Eine hochkonzentrierte Thyroxinlösung wurde in den Eingang des Bioresonanzgerätes (BICOM-Gerät) gestellt und die „Information“ auf Wasser in dem Ausgangsbecher übertragen. Dieses „thyroxininformierte Wasser“ wurde dann zu den Kaulquappen in die Aquarien gegeben und die Entwicklung von der zweibeinigen zur vierbeinigen Kaulquappe dokumentiert (im Vergleich zu „wasserinformiertem Wasser“ in simultanen Kontrollversuchen). Nach meiner Ansicht wurden in diesen Untersuchungen alle wissenschaftlichen Standards eingehalten. Mit der phasenkonstanten elektronischen Verstärkung (A-Modus in der Bioresonanz) wurde mehrfach in unabhängigen Labors mit dem thyroxininformierten Wasser ein Hemmeffekt der Kaulquappenentwicklung im 10-20%-Bereich dokumentiert. Der Effekt war u. a. abhängig von der Jahreszeit und damit von der jahreszeitlich bedingten Entwicklungspotenz der Kaulquappen. Bei dem Kaulquappenmodell zeigte das mit der phasenkonstanten elektronischen Invertierung (Ai-Modus in der Bioresonanz) hergestellte thyroxininformierte Wasser keine biologischen Effekte. Diese Gruppe speicherte auch elektronisch digital die Throxininformation ab, analogisierte sie anschließend wieder und übertrug sie auf Wasser im A-Modus. Auch dieses thyroxininfor-mierte Wasser, das von einer elektronisch abgespeicherten Thyroxininformation hergestellt wurde, zeigte in kontrollierten Untersuchungen einen Hemmeffekt auf die Kaulquappenentwicklung im 10-20%-Bereich.
Die drei erwähnten zentralen Elemente der Bioresonanztherapie (A-Modus, Ai-Modus, digitale elektronische Abspeicherung) wurden von der Fa. MedTronik in Friesenheim/Baden entwickelt (Erich Rasche, Elektronikingenieur; Franz Morell, Arzt). Das verwendete BICOM-Gerät ist ein Nachbau des MORA III-Gerätes der Fa. MedTronik.
Literatur: Endler et al. 1996, Endler et al. 1995 (prägnante Zusammenfassung), Citro et al. 1994, Senekowitsch et al. 1995, Citro et al. 1995. Siehe weitere Literatur in den dortigen Literaturangaben.
In dieser Arbeitsgruppe wurden von Waltraut Pongratz auch offene Untersuchungen mit Weizen durchgeführt. Dazu wurde „silbernitratinformiertes Wasser“ im A- und Ai- Modus mit der Bioresonanzmethode hergestellt. Unter der A-Bedingung erhöhte sich die Keimungsrate um 4% und unter der Ai-Bedingung verlangsamte sich die Keimungsrate um 6% im Vergleich zu den Kontrollen. Gegenüber den Kontrollen waren beide Effekte allerdings knapp nicht signifikant (p > 0.05). A gegen Ai ist allerdings auf dem 1%-Niveau signifikant und die Standardabweichungen zwischen A und Kontrolle unterscheiden sich erheblich und sind auch signifikant voneinander verschieden. Diese Auswirkungen der Bioresonanzmethode auf die Streuungen (meistens deutliche Verkleinerung) findet man bei vielen Bioresonanzuntersuchungen. Sie spiegeln ein Synchronisierungs-, Kohärenz- oder auch Attraktorphänomen in der Untersuchungsgruppe durch die Informationsübertragung wieder. Sie belegen grundsätzlich den delokalen, systemischen Effekt der Informationsübertragung. Wir haben diese Untersuchungen von Pongratz (ohne damals von diesen Untersuchungen zu wissen) grundsätzlich bestätigt (Galle 2002).
Literatur: Pongratz et al. 1996
Die „Benveniste-Gruppe“
Über die Gruppe von Benveniste, die ja schon für viele Schlagzeilen sorgte, hat der französische Physiker und Wissenschaftshistoriker Michel Schiff ein sehr lesenswertes Buch geschrieben („Das Gedächtnis der Wassers“, Zweitausendeins, 1997, ISBN: 3-86150-220-8). Er selbst hat den Kontakt zu dieser Gruppe gesucht, um zunächst als passiver Beobachter und später sogar als aktiver Teilnehmer die Gültigkeit der Untersuchungen zu beurteilen. Der zweite Teil des Buches sollte für jeden Wissenschafts- und Wissenssoziologen ein Muss sein (Wie stabilisiert man die aktuelle wissenschaftliche Wirklichkeitskonstruktion? Was passiert mit einem bis dato angesehenen Wissenschaftler, der mit seinen unvoreingenommenen Forschungen ein Dogma, „biologische Wirkungen sind an Stoffe gebunden“, verletzt, und diese Forschungen publiziert?).
Seit Mitte der Neunziger Jahre führte auch die Arbeitsgruppe um Benveniste vom französischen INSERM Untersuchungen durch, um Informationen von biologisch aktiven Substanzen (z.B. Acetylcholin) durch elektronische phasenkonstante Verstärkung (A-Modus) auf Wasser als Zwischenspeicher und auch direkt auf lebende Systeme (Zellsysteme, isolierte Organe z.B. Herzen) zu übertragen und die biologischen Auswirkungen zu dokumentieren. Meines Wissens hat Benveniste durch den Kontakt mit dem italienischen Arzt und MORA-Therapeuten M. Citro, der die ersten positiven Untersuchungen solcher Art durchführte, von dieser Methode erfahren. Benveniste und seine Mitarbeiter griffen auch die Methode der digitalen elektronischen Abspeicherung von Informationen bioaktiver Substanzen auf („Elektronische Homöopathie“), um sie in Untersuchungen an lebenden Systemen und Teilsystemen zu prüfen.
Es wurden eine ganze Reihe von offenen und blinden Studien durchgeführt, die dokumentieren, dass durch eine phasenkonstante elektronische Verstärkung und Übertragung von Informationsfelder bioaktiver Substanzen substanzspezifische biologische Effekte bewirkt werden. Die Arbeitsgruppe zeigte auch, dass man diese Informationen digital abspeichern kann und nach elektronischer Analogisierung mit dieser abgespeicherten Information substanzspezifische biologische Effekte bewirken kann. Auch bei diesen Untersuchungen wurden nach meiner Ansicht alle wissenschaftlichen Standards eingehalten (siehe dazu auch Schiff 1997).
Literatur: Aissa et al. 1996, Benveniste et al. 1994, Thomas et al. 2000, Benveniste et al. 1998, Aissa et al. 1997, siehe www.digibio.com; diverse Abstracts : Aissa 1995, Aissa 1993, Benveniste 1994, Benveniste 1997, Benveniste 1998, Benveniste 1999, Thomas 1996, Thomas 1995.
Die „Lednyiczky-Gruppe“
Lednyiczky vom Hippocampus-Institut in Budapest hat in Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern eine Reihe von offenen kontrollierten Untersuchungen zur biologischen Wirksamkeit der phasenkonstanten elektronischen Verstärkung und Invertierung durchgeführt. Er arbeitete mit biochemischen Systemen, Zellsystemen und ganzen lebenden Systemen. Auch in seinen Publikationen erkenne ich keine Verletzung wissenschaftlicher Standards.
Er dokumentierte zum Beispiel, dass mittels einer besonderen Form der phasenkonstanten elektronischen Verstärkung (H-Modus) die übertragene Information von gesunden und temperaturaktivierten Drosophilalarven positive Effekte auf hitzegeschädigte Drosophilalarven hat (geringere Sterblichkeit, bessere Fruchtbarkeit, längere Überlebenszeit ohne Futter). Die gesunden und temperaturaktivierten Larven befanden sich auf der Eingangselektrode und die hitzegeschädigten Larven auf der Ausgangselektrode des Bioresonanz-Gerätes (BICOM) bei der Informationsübertragung. In einer anderen Untersuchung prüfte er die phasenkonstante Invertierung. Er brachte immun-geschädigte Mäuse auf die Eingangselektrode und übertrug deren Information mit phasen-konstanter Invertierung (Ai-Modus, H+Di-Modus) auf immungeschädigte Mäuse auf der Ausgangselektrode. Diese Bioresonanztherapie verminderte die Letalität und stärkte das Immunsystem der immungeschädigten Mäuse auf der Ausgangselektrode.
Literatur: Lednyiczky et al. 1996, Lednyiczky 1997.
Fazit
Nach unserer Ansicht belegen die angeführten Untersuchungen mit Tier- und Pflanzenversuchsmodellen die biologische Wirksamkeit der zentralen Elemente der Bioresonanztherapie (phasekonstante elektronische Verstärkung und Invertierung, digitale Abspeicherung). Die üblichen wissenschaftlichen Standards wurden eingehalten. Selbstverständlich ist damit die klinische Wirksamkeit am Menschen nicht belegt, aber es ist doch sehr wahrscheinlich, dass ein Informationsübertragungssystem, das bei Tieren und Pflanzen funktioniert, auch für Menschen Bedeutung hat. Zumal es am Menschen entdeckt wurde.
Die physikalische Basis dieser Informationsübertragung ist zumindest auch die elektromagnetische Wechselwirkung. Die diskutierten physikalischen Modelle sind allerdings erst in einem relativ hypothetischen Stadium. Aber immerhin existieren plausible physikalische Modelle, auch wenn sie noch hypothetischen Charakter haben (siehe Galle 2002). Unseres Erachtens müsste das aktive Rauschen des lebenden Systems an der Ausgangselektrode durch ein Wissenschaftlerteam eingehend untersucht werden (endogene Bioresonanztherapie). Bei der exogenen Bioresonanztherapie (Substanzinformationen) hat Strube ein interessantes Erklärungsmodell vorgestellt. Er postuliert, dass durch elektromagnetische atmosphärische Wechselfelder (im Erdmagnetfeld) Kernspinresonanzen in den Molekülen angeregt und abgestrahlt werden, die ein extrem schwaches elektromagnetisches Strukturabbild der betreffenden Substanz transportieren. Bei der Kernspintomographie wird dieser physikalische Effekt bei hohen Magnetfeldern auch zur Informationsübertragung ausgenutzt.
Die nachfolgende Tabelle 1 fasst die Ergebnisse der experimentellen Untersuchungen der österreichischen, französischen und ungarisch-russischen Gruppen übersichtlich zusammen.
Tabelle 1: Übersicht der biologischen Effekte der drei wichtigsten Elemente der Bioresonanzmethode bei drei Untersuchergruppen; + : durch Untersuchungen belegt, (+): durch Untersuchungen deutliche Hinweise).
Schon 1991 dokumentierten Hutzschenreuter und Brümmer (Forschungsinstitut der Feldbergklinik in Ulm) an künstlich erzeugten Narben bei Schafen, dass die Bioresonanztherapie positiv und deutlich die Narbenheilung im Vergleich zur unbehandelten Kontrollgruppe beeinflusst. Auch hier zeigte sich durch die Bioresonanztherapie – wie oben schon erwähnt – eine deutliche Verringerung der Standardabweichung beim elektrischen Narbenleitwert (Kohärenzeffekt, Attraktoreffekt). Literatur: Hutzschenreuter und Brümmer 1991
In jüngster Zeit wurden von Fedorowski und Mitarbeitern (Medizinische Universität in Wroclaw, Polen; Örebro Universität, Schweden) interessante Untersuchungen zur biologischen Wirksamkeit der Bioresonanzmethode durchgeführt. Ratten wurden Tumore (Karzinome) implantiert und anschließend mit der Bioresonanzmethode behandelt. In 69% der Fälle kam es in der Verumgruppe durch diese Behandlung zu einer Tumorregression und in den restlichen Fällen zu einer verlangsamten Progression gegenüber der unbehandelten Kontrollgruppe. In der Kontrollgruppe zeigten sich keine Tumorregressionen. Literatur: Fedorowski et al. 2004a, Fedorowski et al. 2004b Bereits in einer früheren Untersuchung (Fedorowski et al. 1997) wurden signifikante Wirkungen auf das Tumorwachstum durch die Bioresonanzmethode dokumentiert.
Korenbaum et al. (2006) konnten in einer randomisierten Doppelblindstudie zeigen, dass sich die Absorptionsspektren von elektronischen Kopien homöopathischer Nosoden und Placebos zwischen 700 und 800 nm signifikant voneinander unterscheiden. Die Durchführungsweise entspricht im Wesentlichen der Bioresonanzmethode zur elektronischen Abspeicherung bioaktiver Substanzinformationen auf Wasser-Alkoholgemische. In weiteren randomisierten Doppelblindstudien zeigten Korenbaum et al. (persönliche Mitteilung vom 18.11.2008, unpublizierter Forschungsbericht), dass elektronische Kopien von bioaktiven Substanzen im Vergleich zu Placebos signifikante Auswirkungen auf das Wachstum und Gewicht von Tomatensetzlingen haben.
Eigene Forschungsbeiträge und geplante Forschung
Von uns wurde mit Pflanzenuntersuchungen die biologische Wirksamkeit des niederenergetischen Informationstransfers durch die Bioresonanzmethode überprüft. Diese Untersuchungen bestätigten die biologische Wirksamkeit der Methode in relativ einfachen experimentellen Modellen. (Galle 1997, Galle 2002).
In einer kontrollierten klinischen Humannstudie konnten Nienhaus und Galle die Wirksamkeit der Bioresonanzmethode bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden dokumentieren (Nienhaus und Galle 2006). Eine z.T. kontrollierte Humanstudie zu den klinischen Auswirkungen elektronisch abgespeicherter Nosoden („ELH“) ergibt deutliche Hinweise, dass diese Form der exogenen Bioresonanztherapie klinisch wirksam ist (Schuller und Galle 2007).
Auch zum grundlegenden theoretischen Verständnis der physikalischen und physiologischen Grundlagen haben wir hypothetische Erklärungsmodelle vorgeschlagen (Galle 2002, Galle 2005), die auf modernen biophysikalischen Theorien beruhen.
Kürzlich wurde von Galle (2007) eine kompakte und prägnante Übersicht zur Geschichte, Methodik und der aktuellen Studiensituation veröffentlicht.
In der Durchführungsphase befindet sich zurzeit eine doppelblinde klinische Humanstudie.
Die physikalischen und biologischen Grundlagen der Bioresonanzmethode sollen sukzessive weiter ausgearbeitet werden.
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